


DAS CAFÉ NAMENLOS
Bereits 1912 ließ Fräulein von Walsleben das Haus als Hotel errichten. Die Pläne dafür stammten von dem Rostocker Architekten Walter Butzek. Die Bauherrin - zugleich auch Besitzerin des Kurhaus-Cafés - taufte das Haus auf den Namen "Bogislaw-Hotel". 1919 verkaufte Fräulein von Walsleben das Kurhaus-Café. Ihr "Bogislaw-Hotel" wollte sie von nun an als "Bogislaw-Café" weiterführen. Doch der neue Besitzer des Kurhaus-Cafés fürchtete Konkurrenz. Darum zog er ihr einen Strich durch die Rechnung: Er erwirkte für den Namen "Bogislaw-Café" ein Namensverbot. Der Berliner Zeichner Hermann Abeking rettete schließlich die Situation mit einer verschmitzten Idee: Er schlug vor, das Café doch einfach "Namenlos" zu nennen! (erzählt nach Friedrich Schulz: Ahrenshoop Künstlerlexikon, 2001)
Ende der zwanziger Jahre erwarb unsere Familie das Café Namenlos. Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten von 2006 bis 2007 bietet das Haus seinen Gästen noch mehr Wohlfühl-Qualität.
DIE FISCHERWIEGE
Erbaut wurde die Fischerwiege durch unsere Familie. Und auch an dem Namen haben wir wortwörtlich "mitgemischt".
Traditionell wurden einige Häuser auf dem Fischland "Schifferwiege" genannt. So bezeichnete man die Heimstatt der Kapitäne. Und weil das Haus am Schifferberg erbaut wurde, entfachte sich ein Wortspiel: Vom Schifferberg über die Schifferwiege zur Fischerwiege.
So eröffneten wir am 1. Juni 1996 das Hotel "Fischerwiege". Im Foyer der Fischerwiege erwartet die Besucher eine Ausstellung mit faszinierenden Werken von Paul-Müller-Kaempff. Seine Ölbilder versetzen den Betrachter zurück in das alte Ahrenshoop vor rund 100 Jahren.
DAS GÄSTEHAUS BERGFALKE
1945 übertrugen die russischen Alliierten dem Deutschen Kulturbund die Verwaltung des Ortes. Das Ostseebad Ahrenshoop sollte als Ferienort für Kulturschaffende erhalten bleiben. So wurde das Haus von 1945 bis 1989 vom Kulturbund der DDR bewirtschaftet.
Im Mai 1992 konnte unsere Familie das Haus Bergfalke nach sehr aufwendiger Rekonstruktion als Gästehaus wiedereröffnen.
DAS DÜNENHAUS
Das kleine Sommerhaus im Kasernenstil hat wohl die wechselvollste und längste Geschichte durchlebt. Errichtet wurde es von dem pensionierten Major Schmidt um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der Major hatte Ahrenshoop als Feriengast auf dem Paetow-Hof für sich entdeckt. Doch es blieb nicht in seinem Besitz: Ein Nachbar, der Maler Professor Wachenhusen übernahm das Dünenhaus als Wohnsitz für zwei seiner Schwestern. Professor Wachenhusen gab zahlreichen Künstlern Malunterricht. So diente das Dünenhaus in den darauffolgenden Jahren auch seinen Malschülerinnen als Unterkunft.
Nach 1918 verkaufte der Professor das Dünenhaus an den geschäftigen Ahrenshooper Gastwirt Franz Peters. Der wiederum überließ es einem Rostocker Zahnarzt, dem Professor Dr. Reinmöller. Dieser war jedoch ein großer Nationalsozialist, der 1945 spurlos verschwand. Nach 1946 diente das Dünenhaus ebenso wie der Bergfalke den Kulturbundmitgliedern als Ferienunterkunft. Auch Johannes R. Becher, der damalige Kulturbundpräsident, nutzte das Dünenhaus als Urlaubsdomizil.
1993 kaufte unsere Familie schließlich das Haus. Heute wird es als kultureller Veranstaltungsort genutzt. Besonders in den Wintermonaten finden hier Seminare, Tagungen und Familienfeiern statt. Das Dünenhaus beherbergt auch eine Sammlung von Gemälden der Gründer der Künstlerkolonie.
Noch heute meint man, hier dem künstlerischen Geist von damals besonders nahe zu kommen. Wir laden Sie herzlich ein, von hier aus mit uns auf den Spuren der alten Ahrenshooper Maler zu wandern.
Historische Fotos:

Café Namenlos aussen

Café Namenlos aussen

Café Namenlos innen

Café Namenlos innen